Achtsamkeit im Alltag: Das Auf und Ab des Lebens annehmen

Schwierige Phasen im Leben wird es immer geben: das Ende einer Liebe, Konflikte im Job, der Verlust sehr nahestehender Menschen oder eine eigene schwere Erkrankung. Solange wir uns vor solchen Situationen fürchten und den Schmerz vermeiden wollen, sind wir nicht wirklich frei. Den Abbau von Anspannung erleben wir erst, wenn wir aufhören, alles kontrollieren zu wollen und lernen, Schwierigkeiten anzunehmen. Belastende Gefühle und Gedanken sind letztlich nur Ereignisse, die in unserem Kopf über eine Situation entstehen, sie kommen und gehen.

Erinnern Sie eine schwierige Situation aus der jüngeren Zeit, tauchen Sie ein in die dazu gehörenden Gefühle. Erlauben Sie ihnen, da zu sein, Raum einzunehmen, nehmen Sie sich Zeit, das Gefühl zu erkunden. Alles darf da sein, Sie müssen nichts weiter tun. Verweilen Sie einige Minuten in diesem Gefühl, erlauben Sie sich, z.B. Angst zu haben. Wenn Sie die Übung beenden möchten, stellen Sie sich vor, wie Sie Ihre Angst auf eine Wolke setzen und diese weiterziehen lassen. Atmen Sie noch einige Male tief ein und aus.